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Kolik durch Tannenäste

Kolik durch Tannenäste

Ich füttere meinen Eseln seit Jahren ab und zu Äste von unserer Rottanne. Die Esel lieben die Äste, besonders die Rinde. Ich dachte immer, Äste seien unbedenklich, sofern sie von ungiftigen und ungespritzten Bäumen stammen. Äste sind gut für die Zähne, beschäftigen die Tiere, sind kalorienarm und eben absolut problemlos, so dachte ich zumindest. 
An Weihnachten habe ich es besonders gut gemeint und die schönsten und saftigsten Äste ausgewählt. Prompt zeigte meine Kleine am nächsten Morgen Koliksymptome. Der Tierarzt fragte als erstes, wie viel sie von den Ästen abbekommen habe.
Er sagte, dass die ätherischen Öle in den Nadeln bei zu grosser Menge oder auch zu schnellem Verzehr auch Koliken bewirken können. Und da die Kleine halt wirklich klein und leicht ist, war die Menge an Ästen zu viel für sie...
Vielleicht hilft dieser Beitrag jemandem, der das auch nicht wusste.

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Re: Kolik durch Tannenäste

Ja leider kommt die Einsicht manchmal zu spät, hoffe es geht dem Esel wieder gut, in der nächsten Eselpost wird ein Artikel genau zu diesem Thema stehen, da wirklich viele Tierbesitzer nicht wissen wie giftig Tannenäste  sind.

Dolotelley
Eselfarm Moutier
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641 Beiträge
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Re: Kolik durch Tannenäste

Ja, dem Esel geht es zum Glück wieder gut. Wir haben sie bewegt, bis der Tierarzt gekommen ist und sie konnte dadurch bald "misten". Das Schlimme daran ist, dass in einigen Büchern Tannenäste für Esel empfohlen werden. Ich habe vorhin schnell gesucht und nichts gefunden, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es irgendwo (oder an mehrerern Orten) gelesen habe und dass auch andere Eselhalter das empfohlen haben. Es ist bei mir mehrere Jahre gut gegangen, aber jetzt weiss ich, dass bei diesen Ästen Vorsicht geboten ist. 

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Re: Kolik durch Tannenäste

Ein paar kleine Tannen-Äste ab und zu können für Esel eine abwechslungsreiche Beschäftigung darstellen, unterstützen aufgrund ihrer Härte das Kauen und den Zahnabrieb, können zum Spielen anregen und enthalten Vitamine und Mineralstoffe. Aber die Menge ist ausschlaggebend! Grosspferden sollte man (gelegentlich) nicht mehr als 1 - 2 Kilogramm auf's Mal  geben, die Menge muss für Esel und Ponys heruntergerechnet werden. Nebst den ätherischen Ölen, welche ab einer gewissen Menge Koliken verursachen können, sind auch die Gerbstoffe problematisch. Tragenden Stuten sollte man auf keinen Fall Tannäste verfüttern, da das Tannin Früh- oder Fehlgeburten auslösen kann.
Ich gebe meinen Eseln lieber Birkenzweige und Zweige von der Haselnuss. Sie lieben es, die Rinde abzuschälen und sind damit lange beschäftigt.

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